Pinzgauer Küche - Suppen

In der Vorstellung der traditionellen Gerichte beginnen wir heute mit zwei Suppen: der Rollgerstlsuppe und der Erdäpfel-Kümmel-Suppe, denn an kalten Wintertagen schmeckt eine heiße Suppe besonders gut!

 

 

Die Rollgerstlsuppe

Zur Gerste:
sie stammt aus der Familie der Süßgräser - ist neben dem Weizen vermutlich eine der ältesten Getreidearten. Ihre Geschichte geht weit zurück bis zu den alten Ägyptern. Die Getreideart ist vielfach einsetzbar, aus ihr werden nicht nur schmackhafte Gerichte kreiert, es kann auch Bier oder Whiskey hergestellt werden. Rollgerste wächst vor unserer Haustüre. Die meist in Speisen verwendete Rollgerste ist leicht verdaulich, denn bei den durch Schleifen und Zerteilen herausgelösten Gerstenkörnern werden die Frucht- und Samenschalen beinahe vollständig entfernt, bis nur noch die zarten Früchte der Ähren übrig bleiben. Diese sind sehr mineral- und ballaststoffreich. Rollgerste wirkt sich positiv auf den Wasserhaushalt im Körper und auf den Magen aus. Sie sind besonders leicht verdaulich, reich an Kohlenhydraten und ausgesprochen fettarm.

 

Hier das Rezept für die Rollgerstlsuppe:
(Zutaten für 4 Portionen)

150 g          Rollgerste
1 Tasse       Suppengemüse
1 Stk.         Paprika
50 g            Speck (Würfel)
1.5 lt.         Rindsuppe
1 Prise        Salz
1 Prise        Pfeffer (aus der Mühle)
1 EL            Thymian (getrocknet)

 


Für die Rollgerstensuppe die Rollgerste über Nacht in kaltem Wasser einweichen und am nächsten Tag abseihen. Zwiebel, Karotten, Sellerie und Petersilienwurzel schälen und klein schneiden. Paprika und Lauch waschen und ebenfalls klein schneiden.

Den Speck mit dem Gemüse und der Rollgerste in einem Topf mit Öl kräftig anrösten, dann mit der Suppe aufgießen und aufkochen. Thymian, Salz und Pfeffer zugeben und leise köcheln lassen bis die Rollgerste weich ist.

 

 

Die Erdäpfel-Kümmel-Suppe

Die Kartoffel:

„Der Erdapfel“ oder „die Grundbirne“, wie die Kartoffel auch bezeichnet wird, ist ein Nachtschattengewächs und stammt ursprünglich aus Südamerika. In Österreich wurde über sie erstmalig 1621 in den Chroniken des Benediktinerstifts Seitenstetten berichtet. In Salzburg findet die Kartoffel im Jahr 1796 im Lungau eine erstmalige urkundliche Erwähnung. Früher hatte fast jeder Bauer einen Erdäpfelacker zur Deckung des Eigenbedarfes. Kartoffeln wurden in allen Gebirgsgauen des Landes bis in Höhenlagen von 1.000 Metern angepflanzt. Aus Arbeits- und Ertragsgründen geschieht das heute nur mehr im Lungau, wo mit den „Lungauer Eachtlingen“ ein gefragtes Biomarkenprodukt geschaffen wurde.
Kartoffeln enthalten neben Vitamin C, die Vitamine B1, B2, B5 und Vitamin B6 die Spurenelemente Kalium, Magnesium, Kalzium, Phoshor und Eisen. Mit knapp 77% Wasseranteil ist die Erdknolle fettarm und kalorienarm, sofern sie entsprechend fettarm zubereitet wird. Bis zu 1,7 % Ballaststoffen freut sich auch unsere Verdauung über den Verzehr von Kartoffeln, sie sind also potentielle Schlankmacher. 

 

Erdäpfel-Kümmel-Suppe
(Zutaten für 4 - 6 Personen)

200 g          Erdäpfel (roh und geschält)
1                Zwiebel
100 g          Eierschwammerl (Pfifferlinge)
100 g          Wurzelwerk (Karotte, gelbe Rübe, Sellerie)
4 EL            Pflanzenöl
20 g            Mehl
1 1/4 lt.      Rindsuppe
Salz, Pfeffer, Majoran
2 EL            Kümmel
1 Zehe        Knoblauch
1 EL            Petersilie
1 EL            Selleriegrün
1 Stk.         Lorbeerblatt
1 EL            Apfelessig
2 EL            Sauerrahm
250 ml        Schlagobers

 

 

Die Erdäpfel, Zwiebel, Karotten, gelbe Rüben und Sellerie in kleine Würfel schneiden. Öl in einem großen Topf heiß werden lassen. Zwiebel, Eierschwammerl, Wurzelwerk und Erdäpfel kurz anschwitzen, mit Mehl stauben und Apfelessig ablöschen. Mit der Rindsuppe aufgießen – glatt rühren.
Salz, Pfeffer, Majoran, Knoblauch Kümmel, Petersilie, Selleriegrün und Lorbeer beigeben. Schlagobers hinzufügen, etwas köcheln lassen, mit glatt gerührtem Sauerrahm servieren.

 

 

 

 

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